Das Jahr 2011 zeigte einen stabilen Beginn in Wirtschaftswachstum und Welthandel. Die Aus-
lastung der erzeugenden Industrie in Europa
war hoch und die Arbeitslosenquoten rückläufig. Gegen Jahresmitte entstand zunehmend Druck
auf die Preise aller von uns gehandelten Com- modities. Der preisliche Rückgang wurde unter-
stützt durch ein Nachlassen der mengenmäßigen Nachfrage, speziell im Bereich Investitionsgüter
in Europa. Die Volatilitäten nahmen erneut zu
als Folge einer steigenden allgemeinen Ver-
unsicherung. Diese wurde in hohem Ausmaß ausgelöst und geschürt durch die Schuldenpro- blematik vieler europäischer Länder, die stärker als in der Vergangenheit ins Bewusstsein der Bürger trat. Die Konsequenz war eine Reduktion der Investitionsneigung, auf der anderen Seite ein stärkerer privater Konsum. Die gefühlte
Inflation, die sich nur teilweise in den offiziellen Statistiken abbildet, verstärkte dieses Verhalten.

Die Entwicklung in der arabischen Welt stellte
VAIT vor viele neue Aufgaben. Es gelang, die Revolution in Libyen, die Unruhen und die
Machtveränderungen in Ägypten und Tunesien ohne Schaden zu überstehen. Die Aufträge
wurden weitgehend im Rahmen der Verein- barungen ausgeführt und Verluste aus den

 

 

Problemen unserer Kunden konnten vermieden werden. Freilich war das Neugeschäft in diesem Umfeld schwierig, da die Risken doch zuge-
nommen haben. Die politische Ausgrenzung einzelner Länder des Mittleren Ostens ließ ebenfalls das Risiko der Vertragserfüllungen durch unsere Kunden ansteigen. Verschärft
wurde die Situation durch das Entfallen von Kreditversicherungen und der daraus notwen-
digen Reduzierung unserer Exposures.

Konsequenz der wirtschaftlichen Rahmenbe-
dingungen war, dass es VAIT zwar gelang,
den Umsatz geringfügig zu steigern und ein Geschäftsvolumen von 1.093,3 Mio EUR (Vor-
jahr: 1.027,2 Mio EUR) zu realisieren, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
war jedoch geringer als in den Vorjahren.